Hier geht es um alles was am Grill liegt, sich um einen Spieß dreht, in einer Pfanne gebraten wird, in einem Dutch Oven langsam vor sich hin gart, im Rauch langsam zu etwas Besonderen wird und um alles was schmeckt, das Wasser im Mund zusammen laufen lässt und uns zwingt die Finger ab zu lecken.


Cheerio Chris!

Bohnensuppe

Und wieder ein Klassiker!
Da folgt ein Highlight dem anderen.
Einfach, verdammt gut und alles andere als ein Diätessen.
So sollen Klassiker auch sein.
Da darf man keine Abstriche machen.

Die Zubereitung ist denkbar einfach und fängt wie bei gutem Gulasch, mit dem Rösten der Zwiebeln an.
Dann folgt der fein geschnittene Speck.
Und das fröhliche Rösten geht weiter.
Nun kommt das Fleisch ins Rennen.
Macht man große Mengen, kann man zum Braten, ruhig eine zusätzliche Pfanne nehmen.
Der Bratensatz gibt eine gute Basis für die Flüssigkeit.

Wenn alles Farbe hat, wird mit reichlich süßen Paprikapulver gewürzt.
Da darf man 2-3 und vorsichtshalber einen 4. Esslöffel verwenden.
3-4 Knoblauchzehen zerdrücken und beigeben.
Alles gut durchrühren und mit Suppe und den aufgegossenen Bratensatz auffüllen.
Mit Salz, Pfeffer und Majoran würzen und den Deckel drauf geben.
Hat man Knochen , wandern diese natürlich auch mit in den Dutch.
Das gibt extra Geschmack.

Abhängig welche Bohnen man verwendet kommen auch diese in den Topf.
Ich habe eine Hälfte getrocknete weiße Bohnen verwendet, welche am Vortag in Wasser eingelegt wurden.
Diese kamen nach ca. 2 Stunden in die Suppe.
Die Bohnen aus der Dose wurden erst zum Schluss mit der Wurst beigegeben.
Da geht es dann nur noch ums Aufwärmen und nicht mehr ums Weichkochen.

Zum Eindicken Wasser und Mehl gut durchmischen und langsam in die Suppe einrühren.

Die Zutaen:
Fleisch-Rind und Wild
Speck
Zwiebeln
Knoblauch
Frankfurter
Debreziner/geräucherte Wurst
Salz
Pfeffer
Majoran
Suppe
Wenn sich die Fleischstücke mit der Gabel teilen lassen und sich das Fleisch vom Knochen löst, hat man die Zielgerade erreicht.
Dann gehen die restlichen Zutaten ins Rennen.
Wurst und Bohnen aus der Dose.




Cheers!

Texas Lumbre Ribs

Wenn die Sonne scheint, wacht auch der Drang auf, den Smoker anzuwerfen.
Er läuft auch mal, wenn die Sonne nicht scheint.
Das Verlangen allerdings verspüre ich kaum bis gar nicht.
Reden wir nicht lange rum.
Bei Sonneinschein draußen zu sein, ist einfach angenehmer als im Regen zu stehen und sich den Wind um die Nase pfeifen zu lassen.
Um nun auch etwas Hitze an die Rippen zu bekommen, wurden sie mit Texas Lumbre gewürzt und einen Tag ruhen gelassen.
Was jetzt kommt ist ein alter Hut.
Feuer machen.
Temperatur einregeln.
Ribs drauf.
Sprühen.
In Folie einwickeln.
Einen Schuss Bourbon nicht vergessen.
Den Bourbon testen.
etc. etc........
Ich bleibe bei Folie.
Da reicht ein Schuss Whiskey, Bier oder Apfelsaft um ein gutes Raumklima zu schaffen.
Nach ca. 1,5 Stunden in Folie, wieder zurück auf den Rost und mit BBQ Sauce bestreichen und nochmals knapp 45 Minuten grillen.
Das reicht um eine klebrige Oberfläche zu bekommen.

Der Beilagenklassiker
Gebackene Pfannenkartoffeln.
Gewürzt mit Fajita Seasoning.
Außen rauchig und klebrig.
Innen saftig und nicht "fall off the bone"!
Wir haben doch hoffentlich noch Zähne!
Cheers

Nightmare on...

Das ist er!
Der Burger der allen das Gruseln lehrt.
Es ist der Burger vor dem sich alle fürchten.
Wo sich die Nackenhaare aufstellen und sich die Gänsehaut gebirgsartig über den Körper erhebt.
 Da ich keines dieser Prinzesschen bin, fürchte ich weder Tod noch Teufel.
Da stelle ich mich selbst den schlimmsten Herausvorderungen.
Und es wird wohl bekannt sein, dass Burger die in gekaufte, bröselige, herkömmliche Buns bepackt werden, einfach furchteinflößend sind.
Wenn so ein Burger auf der Bildfläche erscheint, stockt der Grillwelt der Atem.
Man könnte meinen, das Gras wachsen zu hören.
So leise wird es auf einmal.
Vielleicht irgendwo das Klappern der Zähne.
Ein nervöses Zucken, welches auf die ständig unterdrückte Flucht schließen lässt.
Keiner will der Erste sein, der schreiend die Szene verlässt.
So und jetzt kommt´s!
Ich toaste diese Dinger ganz gerne an, um sie innen knusprig zu bekommen und trotzdem die so beliebte bröselige Struktur zu behalten.
Manche sehen darin vielleicht einen Rundumschlag in der Bunverarbeitung.
Ich mach es, weil es einfach besser schmeckt und leicht getoastete Kunstbuns nicht gleich in den Händen zerfallen.
Jetzt könnte man sicherlich über die Gerätschaften reden, die für solche Arbeiten benötigt werden.
Könnte man!!
Ich lege noch eins drauf.
Backrohrpommes aus dem Supermarkt.
Der kulinarische Untergang.
Fertige Pommes sind frittiert schon ein Seebeben in der Küche.
Im Backrohr zubereitet braucht man nur noch darauf warten, dass sich das Tor zur Hölle auftut und jeden der sich nicht in Sicherheit bringen kann, verschlingt.
Beim Patty habe ich es mir nicht nehmen lassen, auf Hausgemachtes zu greifen.
Da hätte sicher nichts dagegen gesprochen, Burger die einmal um die Welt gereist zu nehmen.
Und das wäre sicherlich für die Sterneküche auch in Ordnung gewesen.
Für mich nicht.
Deshalb ein schlecht geformter Patty, aus der viel umstrittenen Burgerpresse.
Notwendig oder nicht?
Keine Ahnung.
Unterm Strich wird alles mit viel Käse bedeckt und verschwindet somit in der Finsternis.
Da bleibe ich lieber bei simplen hausgemachten Burger.
Das schadet vielleicht dem Konto auf dem man die Flugmeilen sammelt, aber damit kann ich leben.
Dafür habe ich mit Eisbergsalat wieder voll in die Trickkiste gegriffen.
Einfach, ohne jegliche Art von besonderer Zuwendung und so aufregend wie das Formel 1 Rennen am Sonntag Nachmittag.
100prozentige Schlafgarantie.

Zu den Pommes gab es Ketchup.
Einfach aus der Flasche.
Nichts aus der Serie der hausgemachten Produkte und auch alles andere als bio!
Und auf keinen Fall rot-weiß.
Cheers!

Bärlauchpfannenhuhn vom Grill

Wieder ein kleiner Rückblick auf meinen Teller.
Was gab es dieses Mal?
Brathuhn aus der Pfanne vom Grill.
Gewürzt mit Salz, Pfeffer und Cayenne.
Für mehr Geschmack wurde Bärlauchbutter unter die Haut geschoben.
Halbierte Zwiebeln und Knoblauchzehen in die Pfanne.
Ein Zweig Rosmarien noch dazu.
Und ein Schuss Bier.
Das war´s dann auch schon.
Dann ging es bei Volllast unter die Haube.

Nebenbei wurde Spargel gekocht und im Bratensatz des Specks geschwenkt.
Den kennen wir schon!
Spinatsalat mit eingelegten Zwiebeln und Speck.


Cheers

Blunzngröstl

Das ist einfach ein Klassiker.
Da kann man darüber sicherlich streiten, wirklich notwendig ist es nicht.
Blunzngröstl reiht sich nahtlos in die Liga von Wiener Schnitzel und Gulasch ein.
Natürlich gibt es wie so oft, viele Geschichten wie man an die ganze Geschichte ran geht.
Ganz oben steht wie immer: GANZ ENTSPANNT!
Dann kann auch nur sehr wenig passieren.
Noch viel besser ist so ein Gröstl, wenn die Blunze aus eigener Fertigung ist.

Ich brate das gute Stück im ganzen und warte bis alles wirklich knusprig gebraten ist.
Wenn man will, kann man die Blunze auch gerne in Würfel oder eine andere Form schneiden.
Wirklich Sinn macht es nicht.
Das Zeugs zerfällt irgendwann beim Rühren.
Speck muss nicht sein.
Schmeckt aber trotzdem!


 
Da ist der Moment wo Magie passiert.
Die Haut platzt auf und das Innere kommt nach draußen und kann nun endlich knusprig gebraten werden.
Alles andere ist Anfängergröstl.

Genau um das geht es!!!
Den Speck knusprig braten und anschließend die Zwiebeln glasig werden lassen.
Die Blunzn knusprig braten.
Sollte sie aufplatzen...Gratulation.
So soll das sein.
Alles was da raus kommt, wird ebenfalls knusprig gebraten.
Spielt nicht wirklich eine Rolle.
Am Ende wird sie so wie so zerstückelt und gut angebraten.

Die Kartoffel werden geschält und sorgfältigst in ungleichmäßige Stücke geschnitten.
Anschließend mit den Zwiebeln und Speck braten, bis sie Farbe haben.

Dann kommt der große Augenblick.
Die Blunzn kommt zu den Kartoffeln und alles wird nochmals mit viel Hingabe vermischt und gebraten.
Mit Salz und Pfeffer würzen.
Das Kraut wird fein geschnitten.
Den geschnittenen Speck in Öl oder Schmalz anbraten und anschließend das Kraut dazu geben.
Dünsten bis es weich ist.
Mit Salz und Pfeffer würzen.
Die Zutaten für´s Gröstl!
Blunzn
Kartoffel am besten vom Vortag
Zwiebel fein geschnitten
Speck fein geschnitten
Butter, Schmalz, Öl
Wenn man selbstgemachte Blunzn hat, bleibt einiges an Schmalz übrig.
Da darf man schon mal ohne schlechten Gewissen in die Schmalztese greifen.
So Schmalz ist ja nicht nur für guten Geschmack da, sondern auch für einen herrlichen Glanz am Gusseisen.

Für das Kraut
Kraut...das hat man sich wohl denken können
Speck
Schmalz, Öl

Cheers!

Geschmortes Reh

Der Winter ist da!
Und da es einfach genial, wenn man an gutes Wild kommt.
Schmorgerichte schmecken einfach besser, wenn es draußen kalt ist und drinnen der Kamin knistert.
Hat man keinen Kamin, wärmt und schmeckt so ein Braten trotzdem.
Vertrauen Sie mir, ich weiß wovon ich rede!

Da freut man sich, wenn man ein gutes Stück Fleisch ins Gusseisen verfrachten kann.
Noch mehr freut man sich, wenn man einen Anruf bekommt, dass das Reh auf einen wartet.
Eigentlich hat es darauf gewartet aus der Bekleidung zu hüpfen und in Stücke zerlegt zu werden.
Ob es wirklich darauf gewartet hat, glaube ich nicht!
Und die Freude war sicher, eher einseitig.
Egal, Messer gewetzt und ran an die Arbeit.
Da kann sich der Fleischer des Vertrauens mal brausen.
Ich weiß wirklich wo es herkommt.
Selbstverständlich wurden auch die Knochen mit geschmort!!
Gewürzt wurde das Fleisch mit einer Mischung aus Salz, Pfefferkörnern, Wacholderbeeren und Knoblauch.
Alle Zutaten wurden im Mörser zu einer Paste zerstoßen, welche dann großzügig übers Fleisch verteilt wurde.
Anschließend wanderte der Braten mit einem ordentlichen Schuss Rotwein in die Kühlung.
Zubereitet wurde der Braten mit reichlich Wurzelgemüse, Rotwein und Pilzen.
Zum einen Teil mit getrockneten Steinpilzen, die für einen großartigen Geschmack sorgen und dann eine Hand voll Eierschwammer, für ein kleines Extra in der Sauce.

Nach ca. 5 Stunden bei 120 Grad war das Fleisch durch und das Gemüse bereit dafür durch die Flotte Lotte gejagt zu werden.
Abgeschmeckt wurde die Sauce mit Pfeffer und Preiselbeeren.
Noch ein kleines Extra war fein geschnittener und knusprig gebratener Speck.


Zu den Beilagen!
Serviettenknödel und Yorkshire Pudding.



Cheers!