Hier geht es um alles was am Grill liegt, sich um einen Spieß dreht, in einer Pfanne gebraten wird, in einem Dutch Oven langsam vor sich hin gart, im Rauch langsam zu etwas Besonderen wird und um alles was schmeckt, das Wasser im Mund zusammen laufen lässt und uns zwingt die Finger ab zu lecken.


Cheerio Chris!

Der ganze Geschmack auf einem...

.....Teller!
Die Geschichte mit dem Löffel ist doch was für Mädchen.
Was man da nicht alles schmeckt und was es da für Aromen gibt.
Und dann erst die Präsentation!!!
Wo von reden diese Leute?
Mir ist schon klar, dass meine Teller oft eher rustikal aussehen.
Wenn man unter rustikal, einen Raubzug durch alle Fächer der Kühlung versteht.

Die servieren ein Menü aus 3 Gängen und 20 verschiedenen Zutaten auf einem Löffel.
Was soll das bitte?
So verkoste ich nicht mal eine Leberknödelsuppe und auf keinen Fall, eine Speise die wirklich aus verschiedenen Teilen besteht.
Eigentlich spielt das hier auch keine Rolle.
Gesagt habe ich es trotzdem!

Ich will volle Teller.
Ich will große Löffel, um ins Volle greifen zu können.
Und ich weiß warum es einen Tellerrand gibt.
Nein. Nicht nur um über ihn hinaus zu sehen.
Sondern um den Teller bis zu seinen Belastungsgrenzen zu beladen.
So schaut´s aus.
Um was geht es nun wirklich?
Ein Stück Rind, welches sich in der Pfanne ordentlich breit macht.
Kurz vor dem Hitzeschock mit Salz gewürzt wurde um eine ordentliche Kruste zu bekommen.
Dann im heißen Eisen immer wieder gewendet wurde bis es den Gargrad hatte den ich wollte.
Den Spruch mit den Grillstreifen erspare ich mir.
Dazu ein Klecks Butter um das gute Stück bei Laune zu halten.

Dazu gebackene Kartoffeln mit Tatonka Dust gewürzt.
Und jede Menge Gemüse.
In meinem Fall, Buttermais und Kohlsprossen.

Und jetzt soll mir noch jemand sagen, dass so viel Spaß auf einem einzigen Löffel Platz hat.
Mir geht er schon am Teller aus.
Ich weiß warum die manche Leute diese Löffelchensache so mögen.
Man hat so wenig Platz, dass für Schmierereien und angepatzte Tellerränder einfach kein Platz bleibt.
Cheers!

Holz wärmt öfters

Die Grillsaison ist eröffnet!
Auch wenn es die harten Jungs immer wieder, wie ein Blitz trifft, wenn jemand so etwas sagt.
Sie ist nun eröffntet.
Da ich mich zu den Schönwettergrillern zähle, steht mir das auch zu.
Ich eröffne die Grillsaison.
Ganz locker mach ich das natürlich.
Mit Motorsäge, Arbeitsstiefeln und jeder Menge Grillausrüstung.
Und ich begebe mich dort hin, wo noch stahlharte Männer gefragt sind.
Dort, wo es keinen Grillunterstand gibt oder einen W-Lan Anschluss.
Hier, wo man weit weg vom Schutz der Zivilisation ist.
Dort, wo man sich erst einen Pfad durch unwegsames Gelände schlagen muss.

Wir befinden uns in den tiefen Wäldern, irgendwo im Nirgendwo.
Von dort kehren nur die wirklich harten Jungs zurück.
Einziger Strahl der Hoffnung ist die Tatsache, dass es bei so niedrigen Temperaturen keine Gelsen gibt und die Waschbärmütze Schutz vor der Kälte bietet. 
Und jetzt Schluss mit all dem Schwachsinn!
Es ging darum, Holz zu machen und wenn man im Wald arbeitet, kann eine vernünftige Mahlzeit sehr angenehm sein.
Gulaschsuppe mit allem was drinnen sein muss.
Auf Tellerbilder habe ich gerne verzichtet.
Wenn die Temperaturen unter Null rauschen, ist Anrichten und lange fotografieren fehl am Platz.

Wurst ist bei einem langen Arbeitstag im Wald, nie verkehrt.
Beinahe ein Tellerbild!



Das wärmt nicht nur die Wurst im Topf.
Da wird es in den Stiefeln auch gemütlich.
Nebel und Kälte.
Was will man mehr?

Ich kann´s euch sagen.
Drinnen sitzen, ein Bier, ein feines Schnitzel oder Gulasch!
Draußen kochen bei strahlend blauen Himmel und geschmeidigen -13 Grad.
Da kommt Badehosenfeeling auf.

Die Herdplatten sind angeschlossen.
Sollte sich jemand Sorgen wegen schädlichen Dämpfen und anderen Schadstoffen an meinen Gerätschaften machen, kann ich ihn beruhigen.
Alles was nach so Feuerbehandlungen noch dran ist, wird im Leben nie runter gehen.
Hausgemachte Blunzen und selbst gekaufte Käsekrainer.

Fleißig.
Wo mal Bäume und Gestrüpp standen ist jetzt picobello aufgeräumt.
Das muss so sein.
Alles was da aus der Verpackung will, wird scharf angebraten und fachmänsich auf einer Brotscheibe verteilt.


Cheers!!

Blackend Rib Eye Sandwich

Ich mach es kurz und schmerzlos.
Das Zeugs ROCKT!
Ich habe das gute Stück mit flüssiger Butter bestrichen und anschließend mit Cajun Rub gewürzt. Dann in der heißen Pfanne scharf angebraten.
Das ganze dauerte vielleicht 2 Minuten bis ordentliche Farbe an der Oberfläche war.
Kann auch sein, dass es nur knapp 2 Minuten waren....viel mehr war als 2.5 Minuten war es sicher nicht.....glaube ich.
Anschließend ging es bei ca 100 Grad ab ins Rohr um auf Temperatur zu kommen.

Dazu gab es Grillzwiebeln und eine schnelle Variante von eingelegten Kraut.

Das Kraut wurde fein geschnitten und mit Salz und Apfelessig in einer Schüssel eingelegt.
Um das Kraut weich zu bekommen wurde es kräftig gedrückt und masiert.




Cheers!

Geschmortes Reh

Der Winter ist da!
Und da es einfach genial, wenn man an gutes Wild kommt.
Schmorgerichte schmecken einfach besser, wenn es draußen kalt ist und drinnen der Kamin knistert.
Hat man keinen Kamin, wärmt und schmeckt so ein Braten trotzdem.
Vertrauen Sie mir, ich weiß wovon ich rede!

Da freut man sich, wenn man ein gutes Stück Fleisch ins Gusseisen verfrachten kann.
Noch mehr freut man sich, wenn man einen Anruf bekommt, dass das Reh auf einen wartet.
Eigentlich hat es darauf gewartet aus der Bekleidung zu hüpfen und in Stücke zerlegt zu werden.
Ob es wirklich darauf gewartet hat, glaube ich nicht!
Und die Freude war sicher, eher einseitig.
Egal, Messer gewetzt und ran an die Arbeit.
Da kann sich der Fleischer des Vertrauens mal brausen.
Ich weiß wirklich wo es herkommt.
Selbstverständlich wurden auch die Knochen mit geschmort!!
Gewürzt wurde das Fleisch mit einer Mischung aus Salz, Pfefferkörnern, Wacholderbeeren und Knoblauch.
Alle Zutaten wurden im Mörser zu einer Paste zerstoßen, welche dann großzügig übers Fleisch verteilt wurde.
Anschließend wanderte der Braten mit einem ordentlichen Schuss Rotwein in die Kühlung.
Zubereitet wurde der Braten mit reichlich Wurzelgemüse, Rotwein und Pilzen.
Zum einen Teil mit getrockneten Steinpilzen, die für einen großartigen Geschmack sorgen und dann eine Hand voll Eierschwammer, für ein kleines Extra in der Sauce.

Nach ca. 5 Stunden bei 120 Grad war das Fleisch durch und das Gemüse bereit dafür durch die Flotte Lotte gejagt zu werden.
Abgeschmeckt wurde die Sauce mit Pfeffer und Preiselbeeren.
Noch ein kleines Extra war fein geschnittener und knusprig gebratener Speck.


Zu den Beilagen!
Serviettenknödel und Yorkshire Pudding.



Cheers!

Bambi & Beans

Nach dem das Reh erlegt und zerlegt war, ging es darum, die Stücke sinnvoll zu verwerten.
Einen Teil hatte ich schon verkocht und daraus einen Schmorbraten gemacht.
War wie nicht anders zu erwarten, verdammt gut!
Es gab allerdings Teile bei denen ich wirklich nicht wusste was ich damit machen sollte.
Kleinteile die einfach für einen Braten nicht genug hergaben und trotzdem jede Menge Fleisch auf den Knochen hatten.
Was liegt da näher als Chili?
Richtig!!!
Jeder andere Eintopf bei dem Fleisch langsam geschmort wird, bis es vom Knochen fällt und sich mit der Gabel teilen lässt.

Ach ja!!
Ich weiß, dass Bambi ein Hirsch und kein Reh war.
Es gab trotzdem Chili.
Warum?
Weil es wie so oft, ganz einfach Spaß macht und schmeckt.
So schauts aus!

Da nun die ganze Welt verrückt nach Sous Vide ist und ich an dem Thema einfach nicht vorbei komme, war klar was passieren wird.
Ich habe mir eine Kiste voll Plastiksackerln gekauft und habe alles foliert und ins Wasser verfrachtet.
Wenn man darin von Ribs bis Rührei alles machen kann, wird es auch ok sein, wenn ich mein Chili darin mache.
Diese Gerätschaften sind echt der Hammer.
Da wird Ribs vorkochen zum guten Ton am Grillplatz.
Also wird ein zünftiges Aufwärmen in Guss hoffentlich reichen, um von einem waschechten Dutch Oven Gericht berichten zu können.
Alles wieder nur Blödsinn.
Diese Wasserkocher werden noch eine lange Zeit große Kreise um mein Haus ziehen, ehe sie wie ein ungeladener Meteorit in der Atmoshäre verglühen.

Zum Einsatz kam jede Menge Fleisch, das war wohl klar.
Poblanos, Jalapenos, Chipotle und Anchos.
Da mir nach Bohnen war, durften auch diese nicht fehlen.
Getrocknete weiße und getupfte Bohnen aus dem Garten.
Von Hand verlesen und mit viel Zuneigung getrocknet.
Natürlich kamen Knoblauch und Zwiebeln zum Einsatz.

Dann noch Tomaten aus der Dose und auch 1-2 Stück getrocknete Tomaten.

Salz, Pfeffer versteht sich von selbst.
Oregano und Paprikapulver edelsüß!
Zum Aufgießen wurde ein Ansatz vom Bratensatz und Knochen verwendet.

Die dunkle Macht im Dutch!
Im Topf landete dann alles!
Fleisch und auch die Knochen, die so lange mitgekocht wurden, bis sich der letzte Rest Fleisch löste.

Die Zubereitung war denkbar einfach.
Die Bohnen wurden am Vortag in Wasser eingelegt.
Fleisch und Zwiebeln wurden angebraten und der Bratensatz mit Bier gelöscht.
Dazu kamen die Gewürze und die Tomaten.
Dann war mal Ruhe für eine Stunde...oder auch zwei.
Anschließend hüpften die Bohnen in den Topf und dann viel wieder die Klappe bis das Fleisch weich war und die Bohnen noch Biss hatten.
Temperatur draußen: -10
Temperatur im/am Topf: gerade so das es gemütlich vor sich hin köchelt.
Kochdauer: 5-6 Stunden oder um ganz genau zu sein, bis es fertig war.

Cheers!